Ein kleiner Junge hält auf dem Gehweg an, um über die Straße zu gehen. Ängstlich blickt er nach rechts und links und sieht die autoleere Straße. Plötzlich nimmt er seinen Rucksack und wirft ihn mit aller Kraft auf die andere Straßenseite. Er nimmt Anlauf und rennt so schnell er kann hinüber.

Leonard, 9 Jahre:

"Auf dem Weg zur Schule kam plötzlich ein Auto angerast. Ich bin einfach losgerannt so schnell ich konnte... Seitdem habe ich furchtbare Angst."



Hintergrund

Das Statistische Bundesamt veröffentlichte kürzlich die aktuellen Unfallzahlen, welche die erschreckende Realität auf Deutschlands Straßen wiederholt darstellen. Die Anzahl der verunglückten Kinder ist gesunken, aber dennoch mit einer Zahl von über 30.000 Fällen sehr hoch. Die Statistiken zeigen, dass vor allem Kinder zwischen 6 und 12 Jahren im Straßenverkehr besonders gefährdet sind und sich auf dem Weg zur Schule oder zum Spielplatz nicht sicher fühlen. Das gesamte Team der Leipziger commlab GmbH hat sich für die selbst initiierte Kampagne NIMM ANGST stark gemacht: „Die Zahlen haben uns immer noch sehr erschrocken. Wir haben alle Mittel genutzt, die uns zur Verfügung stehen und eine Kampagne kreiert. Auch mit unserem Spot wollen für mehr Rücksicht im Straßenverkehr ermahnen“, so Sándor Mohácsi, der Produzent dieses Social-Spots. Der regieführende Kameramann Tobias Kownatzki ergriff eine andere Bildsprache: „Der Spot soll nicht von Blut und Schock-Momenten leben, sondern ganz bewusst zum Nachdenken anregen. Der erhobene Zeigefinger funktioniert eben auch hier nicht.” Auch in den anderen Abteilungen der jungen Agentur für audiovisuelle Kommunikation wurde sich in dieses uneigennützige Projekt eingebracht. „Ich selbst habe einen sechsjährigen Sohn, der bald in die Schule kommt und vor diesem Problem stehen wird. Ich möchte, dass er sich sicher fühlen kann. Deswegen liegt mir die Kampagne besonders am Herzen!” so, Sabine Meißner, die das Marketing verantwortet.

Nach erfolgreichen Kooperationen mit dem Freistaat Sachsen, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, der Gewerkschaft der Polizei und anderen regionalen Partnern ist nun in Planung, das Projekt bundesweit zu positionieren. Anvisierter Start ist das neue Schuljahr 2010/ 2011. Mehr Informationen unter Tel. 0341-222 863-0.